Archive for the '2000-W-Gesellschaft' Category

2000-Watt-Gesellschaft bringt Chancen und Risiken

Mit den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft hat die Zürcher Bevölkerung die Zeichen der Zeit erkannt und die Weichen richtig gestellt: Damit auch unsere Kinder und Kindeskinder noch eine lebenswerte Zukunft haben, müssen wir unseren Energie- und Rohstoffverbrauch auf ein nachhaltiges Mass reduzieren. Als ETH-Umweltphysiker bin ich mit der Komplexität dieser Herausforderung bestens vertraut und kann mein Fachwissen als Gemeinderat einbringen. Neben Risiken bieten sich Chancen: Der Denkplatz Zürich hat mit den Hochschulen gute Voraussetzungen für den Wandel hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft.

Engagement für den Naturschutz und die Energiewende

Als Präsident des Natur- und Vogelschutzvereins Meise engagiere ich mich ehrenamtlich für den Naturschutz und als Verwaltungsmitglied der Solargenossenschaft Katzensee setze ich mich für die Energiewende ein. Jede Genossenschafterin und jeder Genossenschafter wird zum Solarstrom-Produzenten und unterstützt damit den Atomausstieg.

Jetzt handeln für den Regenwald

Beim Schutz der Regenwälder der Erde liegt einer der Schlüssel zur Zukunft der Menschheit: Es geht um Artenschutz, Klimaschutz und den Schutz unserer eigenen Lebensgrundlagen zugleich. Der weltweit wachsende Konsum und die steigende Nachfrage nach Rohstoffen wie Palmöl und Soja zeitigen fatale Folgen für den Regenwald: Jedes Jahr wird weltweit die drei- bis vierfache Fläche der Schweiz abgeholzt oder verbrannt. Für das Leben auf der Erde und das Klima unermesslich kostbarer Regenwald wird dafür zerstört. Ein Viertel bis ein Fünftel des Klimawandels wird allein dadurch verursacht. Über zahlreiche Produkte des täglichen Konsums sind wir alle dafür mitverantwortlich.

Der Grüne Film im GZ Hottingen

Der Grüne Film thematisiert akute ökologische Fragen. Den Auftakt bilden die Filme «Fette Beute – Indonesiens Palmöl-Wüste» am 2. Februar und «Testament des Tebaran» am 6. April 2014 im GZ Hottingen, Hottingersaal. In beiden Filmen werden die Auswirkungen des Palmöl-Booms auf den Regenwald und die Folgen für indigene Menschen, Tiere und Pflanzen gezeigt. Im Anschluss an die Filmvorführungen ist eine Podiumsdiskussion geplant. Mit dem Grünen Film möchten wir für die Dringlichkeit der Umweltthematik sensibilisieren und zum persönlichen Handeln anregen. Denn jeder kleine Beitrag ist wichtig und unser gemeinsames Engagement ist gefragt.

Der Grüne Film: GZ Hottingen, Gemeindestrasse 54, 8032 Zürich, Eintritt frei – Kollekte. Kontakt: In Hottingen steht Ihnen mein Bürgerbüro an der Dolderstrasse 24 offen: Sprechstunde nach Vereinbarung, E-Mail: bbuero@bluewin.ch.

Link zur Filmvorführung im GZ Hottingen: http://www.gz-zh.ch/gz-hottingen/angebote/detail/?tx_zgz%5Buid%5D=5876&tx_zgz%5Bdate%5D=1396735200&cHash=9c9d8555b46141e8f2673383f880ed3d

Banner_April

Mit Energiezonen erneuerbare Energien verstärkt nutzen

Zusammen mit den  Stadtrats- und Gemeinderatswahlen in der Stadt Zürich stimmen wir am 9. Februar über eine wichtige Änderung des kantonalen Planungs- und Baugesetzes ab. Die Gemeinden erhalten bei einem JA neu die Möglichkeit, in ihrer Bau- und Zonenordnung Gebiete festzulegen, in denen die Nutzung erneuerbarer Energien Pflicht ist. Der Kantonsrat hat der Vorlage, die auf eine parlamentarische Initiative der Grünen zurückgeht, bereits zugestimmt.

Sinnvolles Instrument für die lokale Energiepolitik

Für die energietechnische Qualität der Gebäudehülle und die Energieeffizienz der Wärmeerzeugung für Heizung und Warmwasser gelten heute kantonale Grenzwerte. Und Gemeinden können sogenannte Fernwärmegebiete bezeichnen, in denen die Nutzung vorhandener Fernwärme vorgeschrieben werden kann. Die Revision des Baugesetzes bringt nun eine Erweiterung solcher Gebiete auf alle erneuerbaren Energiequellen. Damit erhalten die Gemeinden mehr Freiheit und ein neues Instrument für ihre Energiepolitik. Denn sie wissen am besten, wo die verstärkte Nutzung bestimmter erneuerbarer Energien sinnvoll ist und handeln so lokal für die Energiewende.

Wärmeerzeugung mit der Sonne birgt Potenzial für den Klimaschutz

Neben der fortschrittlichen Gebäudehülle birgt die verstärkte Nutzung der Sonnenenergie für die Erzeugung von Warmwasser zusätzliches Potenzial für den Klimaschutz. Untersuchungen zeigen, dass zahlreiche Dächer für die Sonnenenergienutzung sehr gut geeignet sind. Der Blick von oben zeigt aber leider allzu oft ein ganz anderes Bild: Sehr viele Dachflächen liegen brach. Selbst in den sonnigen Sommermonaten wird Gebrauchswarmwasser im typischen Mehrfamilienhaus mit dem Elektroboiler erzeugt oder mit der nicht erneuerbaren, klimaschädlichen Ressource Erdgas. Kostbare Energie verpufft wegen schlechter Wirkungsgrade und im Überfluss vorhandene, erneuerbare Energie wird gar nicht erst genutzt: Eine mehrfache Ineffizienz! Denn schon ohne Kollektor steigt die Dachtemperatur problemlos auf über 60 Grad. Dieses energetische Potenzial gilt es gezielt zu erschliessen und zu nutzen.

Plus für die Grüne Wirtschaft – Impuls für die 2000-Watt-Gesellschaft

Mit der neuen Möglichkeit ortsspezifischer Energiezonen können Gemeinden das natürlicherweise vorhandene Potenzial planmässig und langfristig erschliessen. So könnte beispielsweise in der Stadt Zürich für Quartiere an gut besonnten Südhängen die Nutzung der Solarenergie zur Pflicht werden. In den Gebieten mit ausreichend Grundwasservorkommen könnte die Nutzung der Grundwasserwärme mittels Wärmepumpe vorgeschrieben werden. Damit wird gewährleistet, dass erneuerbare Energiequellen dort, wo eine Nutzung tatsächlich sinnvoll ist, planmässig und nicht nur sporadisch erschlossen werden. Für die Stadt Zürich bedeutet dies ein weiterer, bedeutsamer Impuls auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft, die mit einem Klimaschutzziel verbunden ist. Mit einer verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien dürften zudem neue Arbeitsplätze in der Region entstehen. Und viel mehr Geld privater Investoren kann sinnvoll in unsere Zukunft investiert werden – ein echtes Plus somit für die Grüne Wirtschaft und ein echter Mehrwert für uns alle!

Bedeutendes Signal für die ganze Schweiz

Die Annahme der vorgeschlagenen Änderung im kantonalen Planungs- und Baugesetz ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Energiewende. Umweltverbände und ökologisch fortschrittliche Parteien empfehlen deshalb ein JA zu den Energiezonen am 9. Februar. Ein JA zeigt nicht nur, dass die Zürcher Bevölkerung hinter der Energiewende steht, sondern ist ein sehr bedeutendes, positives Signal für die nationale Energiepolitik und die Grüne Wirtschaft.

Stimmen wir Ja zur Änderung des Planungs- und Baugesetzes am 9. Februar!

Link zum Ja-Komitee: http://www.sonnenklar-zh.ch/

sonnenklar