Mit Energiezonen erneuerbare Energien verstärkt nutzen

Zusammen mit den  Stadtrats- und Gemeinderatswahlen in der Stadt Zürich stimmen wir am 9. Februar über eine wichtige Änderung des kantonalen Planungs- und Baugesetzes ab. Die Gemeinden erhalten bei einem JA neu die Möglichkeit, in ihrer Bau- und Zonenordnung Gebiete festzulegen, in denen die Nutzung erneuerbarer Energien Pflicht ist. Der Kantonsrat hat der Vorlage, die auf eine parlamentarische Initiative der Grünen zurückgeht, bereits zugestimmt.

Sinnvolles Instrument für die lokale Energiepolitik

Für die energietechnische Qualität der Gebäudehülle und die Energieeffizienz der Wärmeerzeugung für Heizung und Warmwasser gelten heute kantonale Grenzwerte. Und Gemeinden können sogenannte Fernwärmegebiete bezeichnen, in denen die Nutzung vorhandener Fernwärme vorgeschrieben werden kann. Die Revision des Baugesetzes bringt nun eine Erweiterung solcher Gebiete auf alle erneuerbaren Energiequellen. Damit erhalten die Gemeinden mehr Freiheit und ein neues Instrument für ihre Energiepolitik. Denn sie wissen am besten, wo die verstärkte Nutzung bestimmter erneuerbarer Energien sinnvoll ist und handeln so lokal für die Energiewende.

Wärmeerzeugung mit der Sonne birgt Potenzial für den Klimaschutz

Neben der fortschrittlichen Gebäudehülle birgt die verstärkte Nutzung der Sonnenenergie für die Erzeugung von Warmwasser zusätzliches Potenzial für den Klimaschutz. Untersuchungen zeigen, dass zahlreiche Dächer für die Sonnenenergienutzung sehr gut geeignet sind. Der Blick von oben zeigt aber leider allzu oft ein ganz anderes Bild: Sehr viele Dachflächen liegen brach. Selbst in den sonnigen Sommermonaten wird Gebrauchswarmwasser im typischen Mehrfamilienhaus mit dem Elektroboiler erzeugt oder mit der nicht erneuerbaren, klimaschädlichen Ressource Erdgas. Kostbare Energie verpufft wegen schlechter Wirkungsgrade und im Überfluss vorhandene, erneuerbare Energie wird gar nicht erst genutzt: Eine mehrfache Ineffizienz! Denn schon ohne Kollektor steigt die Dachtemperatur problemlos auf über 60 Grad. Dieses energetische Potenzial gilt es gezielt zu erschliessen und zu nutzen.

Plus für die Grüne Wirtschaft – Impuls für die 2000-Watt-Gesellschaft

Mit der neuen Möglichkeit ortsspezifischer Energiezonen können Gemeinden das natürlicherweise vorhandene Potenzial planmässig und langfristig erschliessen. So könnte beispielsweise in der Stadt Zürich für Quartiere an gut besonnten Südhängen die Nutzung der Solarenergie zur Pflicht werden. In den Gebieten mit ausreichend Grundwasservorkommen könnte die Nutzung der Grundwasserwärme mittels Wärmepumpe vorgeschrieben werden. Damit wird gewährleistet, dass erneuerbare Energiequellen dort, wo eine Nutzung tatsächlich sinnvoll ist, planmässig und nicht nur sporadisch erschlossen werden. Für die Stadt Zürich bedeutet dies ein weiterer, bedeutsamer Impuls auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft, die mit einem Klimaschutzziel verbunden ist. Mit einer verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien dürften zudem neue Arbeitsplätze in der Region entstehen. Und viel mehr Geld privater Investoren kann sinnvoll in unsere Zukunft investiert werden – ein echtes Plus somit für die Grüne Wirtschaft und ein echter Mehrwert für uns alle!

Bedeutendes Signal für die ganze Schweiz

Die Annahme der vorgeschlagenen Änderung im kantonalen Planungs- und Baugesetz ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Energiewende. Umweltverbände und ökologisch fortschrittliche Parteien empfehlen deshalb ein JA zu den Energiezonen am 9. Februar. Ein JA zeigt nicht nur, dass die Zürcher Bevölkerung hinter der Energiewende steht, sondern ist ein sehr bedeutendes, positives Signal für die nationale Energiepolitik und die Grüne Wirtschaft.

Stimmen wir Ja zur Änderung des Planungs- und Baugesetzes am 9. Februar!

Link zum Ja-Komitee: http://www.sonnenklar-zh.ch/

sonnenklar

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