Die Analyse von Satellitenaufnahmen zeigt, dass die sommerliche Meereis-Bedeckung der Arktis in diesem Jahr den bisherigen Tiefstwert aus dem Jahr 2007 erreichen wird. Vor vier Jahren war die Ausdehnung des Meereises auf eine Fläche von 4.3 Mio. Quadratkilometer geschrumpft. Die Eisdecke ist derzeit an den Rändern so stark aufgebrochen, dass die Sonneneinstrahlung die oberste Wasserschicht erwärmen kann und die Eisschollen zum schmelzen bringt.
Zwei Faktoren scheinen für den diesjährigen Minusrekord ausschlaggend zu sein. Erstens die Dicke des Meereises. Noch im Jahr 2001 hatte die Meereisdicke durchschnittlich zwei Meter betragen. Messungen des Forschungsschiffs “Polarstern” ergeben einen Durchschnittswert von nur noch 90 cm. Zweitens gibt es einen steten Transport von Meereis in die eisfreien Regionen des Nordpolarmeeres. Dort sind die Wassertemperaturen hoch und Eisschollen, die dorthin driften, schmelzen rasch.

(Quelle: Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven).

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