Stadtrat kürzt Entwicklungshilfegelder um eine Million Franken

Beiträge der Stadt Zürich an Entwicklungshilfeorganisationen sind kein Luxus, für die betroffenen Menschen ist es eine Lebens- und Überlebenshilfe. Gemäss dem Antrag des Stadtrats wird der Beitrag von 3.5 Mio. Franken im Vorjahresbudget 2013 auf neu 2.5 Mio. fürs 2014 gekürzt. Eine Million Franken weniger: Sowohl aus sozialer wie ökologischer Sicht ist das schmerzhaft.

Es trifft die Armen ohne Stimme

Die Schmerzen entstehen weniger bei uns, als vielmehr bei den schwächsten und bedürftigsten Menschen. Menschen, die keine Stimme haben, um sich bei uns in der Ersten Welt Gehör zu verschaffen. Menschen auch, die an vielen Orten bereits einen hohen Preis für unseren Rohstoffhunger bezahlen. Im Zusammenhang damit muss an die Bedeutung von Wasserprojekten erinnert werden. Rund eine Milliarde Menschen hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Global denken, lokal handeln bedeutet demnach, dass auch die Stadt Zürich ihren Beitrag zur Verbesserung der oftmals katastrophalen und vielerorts absolut menschenunwürdigen Situationen leisten muss.

Ursachenbekämpfung bei der Flüchtlingsproblematik

So besehen, sind 2.5 Mio. Franken ein bescheidener Beitrag der Stadt. Zumal man damit die Flüchtlingsproblematik an der Wurzel bekämpfen kann, indem Menschen vor Ort bessere Lebensgrundlagen erhalten. Eine weitergehende Kürzung wäre deshalb nicht nur unverantwortlich, sondern blind: In unserer Stadt gibt es demnächst ein Bundesasylzentrum für Flüchtlinge.

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