Wasser bedeutet Leben

Das Recht auf Wasser, der Zugang zu sicherem und sauberem Trinkwasser und zu sanitären Einrichtungen wurde von der UNO 2010 als Menschenrecht anerkannt und in einer Resolution verankert. In vielen Ländern ist Wasser ein knappes Gut. Gemäss Angaben der UNO stehen rund 80 Prozent aller Erkrankungen in südlichen Ländern in direktem Zusammenhang mit dem Gebrauch von verunreinigtem Wasser. Schätzungsweise 5’000 Kinder sterben deswegen weltweit jeden Tag an den Folgen von Durchfallerkrankungen – alle 17 Sekunden ein Kind. Und im Jahr 2020 wird es auf der Erde voraussichtlich 1 Milliarde Menschen geben, die keinen Zugang zu Wasser in ausreichender Menge und Qualität haben.

Klimawandel verändert den Wasserhaushalt

Der voran schreitende Klimawandel verschärft den Wasserstress in vielen Regionen zusätzlich, die Folge sind neue Flüchtlingsströme in bislang nicht gekanntem Ausmass. Kein Land der Welt kann sich vor den Folgen der Klima- und der Wasserkrise abschotten! Anstatt teure Abwehrmassnahmen zu finanzieren, investiert man Gelder viel besser zur Bekämpfung der Ursachen - dazu gehört die Entwicklungszusammenarbeit im Bereich der Wasserversorgung und -entsorgung.

Die öffentliche Wasserversorgung der Schweiz als Vorbild

Eine öffentliche Wasserversorgung unter demokratischer Kontrolle ist der beste Weg, den Zugang zu qualitativ hochwertigem Trinkwasser für alle zu gewährleisten. Deshalb kommt dem Schweizer Modell der öffentlichen Wasserversorgung international ein Vorbildcharakter zu. Leider aber ist die weltweite Wahrnehmung der Schweiz eine andere. Allen voran verbreitet der Nestlé-Konzern, unterstützt von Lobbygruppen, die frohe Botschaft der Wasserprivatisierung.

Zürich soll Teil der Blue Community Initiative werden – so wie Bern

Die Grünen in der Stadt Zürich fordern, dass sich die Stadt an der “Blue Community Initiative” beteiligt, die ursprünglich in Kanada gestartet wurde. Das Signal aus Zürich wäre ein sehr starkes Zeichen an die grossen Konzerne, die mit dem Wassergeschäft gigantische Profite erwirtschaften und würde all jene Kräfte unterstützen, die in ihren Heimatländern gegen die Wasserprivatisierung ankämpfen. Die Stadt Bern hat diesen Schritt bereits im letzten Herbst vollzogen – ein exzellenter Entscheid der Berner Stadtregierung! Und was Bern recht ist, sollte Zürich erst recht billig sein.

Entwicklungszusammenarbeit der Zürcher Wasserversorgung 

In Zürich aber wollen wir noch einen Schritt weitergehen und fordern, dass sich die Zürcher Wasserversorgung vor dem Hintergrund der geschilderten, globalen Problematik aktiv in einer Entwicklungszusammenarbeit in Form einer Public-Public-Partnership einbringt. Alles andere hiesse tatsächlich den Kopf in den Sand stecken.

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