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Der Leitsatz “global denken – lokal handeln” besitzt nach wie vor und mehr denn je seine Gültigkeit. Im Zusammenhang mit dem Klimaschutz ist er eine gute Grundlage, wie wir uns idealerweise verhalten sollten.
Das oft gehörte Argument, die Schweiz sei viel zu klein, um einen namhaften Beitrag für den Klimaschutz leisten zu können, ist nicht korrekt. Denn erstens gibt es noch viele andere Länder, die sich bei den CO2-Emissionen in der Grössenordnung der Schweiz bewegen. Wenn die alle finden, es sei nicht notwendig, sich für den Klimaschutz zu engagieren, wird es nie einen Fortschritt geben. Zweitens muss man aufpassen, über welche Zahlen man tatsächlich spricht. Zwar fallen die Emissionen der Schweiz absolut gesehen im Vergleich mit den grossen Industrienationen tatsächlich nicht so sehr ins Gewicht. Wir dürfen aber nicht vergessen, zu den im Inland getätigten Emissionen diejenigen zu addieren, die bei der Produktion von Gütern aller Art im Ausland entstehen und die wir anschliessend importieren. Bei den Produzentenländern müsste man die entsprechenden Werte hingegen subtrahieren. Dann sieht die Bilanz etwas anders aus. Leider hat in dieser Angelegenheit wohl niemand die volle Transparenz.

“Global denken – lokal handeln” stimmt aber auch deshalb, weil unser Land als Denk-, Werk- und Finanzplatz technologische Lösungen entwickeln kann, deren Wirkungen nicht auf die Schweiz beschränkt bleiben. Vielmehr entfalten solche Entwicklungen eine weltweite Wirkung und tragen dadurch ebenfalls zu einer Lösung der Klimakrise bei. Innovation entfaltet in diesem Sinne eine Hebelwirkung, die nicht auf unser Land beschränkt bleibt. Dass darin grosse Marktchancen liegen, ist alles andere als eine neue Erkenntnis. Nicht umsonst ist unser Land die Wiege einiger bedeutsamer Weltkonzerne. Für den wirtschaftlichen Erfolg braucht es eine enge Vernetzung von Forschung, Industrie und Kapital. Neben den menschlichen Tugenden, die ein Unternehmer mitbringen sollte. Zusammen mit einem stabilen politischen System und einer Gesetzgebung, die eigenverantwortliches und unternehmerisches Handeln ermöglicht. Wenn die Nachfrage nach umweltfreundlicher Technologie weiter steigt, hat der Anbieter solcher Lösungen gute Chancen auf dem Markt und neue Arbeitsplätze können entstehen.

Drittens schliesslich appelliert die Maxime an die Eigenverantwortung jeder Bürgerin und jeden Bürgers, was sympathisch ist. Wir alle können doch einen kleinen Beitrag leisten, der sich in der Gesamtheit zu einem etwas grösseren Beitrag summiert. Wenn das alle Bürger in allen Ländern so handhaben würden, könnten wir Zeit und Geld sparen und würden erst noch mehr erreichen. Wenn alle von sich aus aus der Einsicht in die längerfristig unabwendbare Notwendigkeit handeln, kommt auch der Staat und mit ihm die Politik unter einen stärkeren Zugzwang und der Prozess beschleunigt sich.